Kategorie: Blog

Bilder-Sprache: Reichspogromnacht 9.11.1938

Valentin zum Fragebogen im 3. Reich:
„Bald hättens noch wissen wolln, ob der Kanarienvogel auch eine reine Abstammung gehabt hat“.


-Karl Valentin

Mit dem Projekt „Bilder-Sprache“ veröffentlichen wir in unregelmäßiger Folge Fotos von unserem Saubandenmitglied Herbert Becke mit entsprechenden Aussagen des großen Münchner Komikers Karl Valentins, ausgewählt von seinem Nachlassverwalter, Rechtsanwalt Gunter Fette.
Sollte Ihnen das Bild etwas anderes sagen, dann bitten wir Sie um Ihre freundliche Rückmeldung unter blog@saubande.com.

Bilder-Sprache: Verkehr

Valentin´s Verkehrsordnung für die Stadt:
Es dürfen in ganz München nur noch fahren:
Am Montag nur noch Personen-Autos
Am Dienstag nur noch Geschäftsautos
Am Mittwoch nur noch Straßenbahnen
Am Donnerstag nur noch Omnibusse
Am Freitag nur noch die Feuerwehr
Am Samstag nur noch Radfahrer
Am Sonntag und Feiertag nur für Fußgänger
Oder Von 6 bis 7 Uhr nur noch Radfahrer Von 7 bis 8 Uhr nur noch Automobile
Usw

Auf diese Weise könnte nie mehr ein Mensch überfahren werden

Mit dem Projekt „Bilder-Sprache“ veröffentlichen wir in unregelmäßiger Folge Fotos von unserem Saubandenmitglied Herbert Becke mit entsprechenden Aussagen des großen Münchner Komikers Karl Valentin, ausgewählt von seinem Nachlassverwalter, Rechtsanwalt Gunter Fette.
Sollte Ihnen das Bild etwas anderes sagen, dann bitten wir Sie um Ihre freundliche Rückmeldung unter blog@saubande.com.

Valentin – Karlstadt Abend in Wien

Karl Valentin ist nie gerne gereist, er blieb viel lieber in seinem (!) München. Und ins „Ausland“ schon gleich gar nicht, da wäre er ja ein Fremder unter lauter Fremden gewesen.
Um so erfreulicher, dass sich die beiden Protagonisten der Studiobühne Schönbrunn Alfons Noventa und Christine Aichberger an eine „Valentin-Produktion“ herangewagt haben, und das scheinbar ganz erfolgreich, denn die ersten Kritiken sind voller Lob: „Eine hinreißende „Valentinade“ begeisterte das Publikum“.
14 Szenen, 3 Monologe und 6 Musiknummern – alles Originaltexte – und viele Zitate von Karl Valentin kommen zur Aufführung. Von den „Blödsinnsversen“ über die „Semmelnknödeln“ zu ernsteren Szenen wie z.B. „Vater und Sohn über den Krieg“ oder das Couplet „Wenn ich einmal der Herrgott wär“ und wieder zurück zum „Buchbinder Wanninger“ und den „Trommelversen“.


Die nächsten Auftritte:
2./3. und 9./10. Oktober 2019, 20 h
Im Theater Center FORUM 3
1090 WIEN, Porzellangasse 50
www.theatercenterforum.com

Weitere Infos über die Studiobühne Schönbrunn und ihre verschiedenen Produktionen, insbesondere den biografischen Stücken interessanter Persönlichkeiten:
www.studiobuehne-schoenbrunn.at

Redaktion: Herbert Becke

Liesl Karlstadt: Schwere Jahre 1935 – 1945

Das neue Buch von Sabine Rinberger und Andreas Koll,
erschienen im Kunstmann Verlag

Ab Mittwoch, den 25. September 2019 im Buchhandel und im Museumsshop des Valentin-Karlstadt-Musäum erhältlich

Du meine liebe gute Norma!“
„All die vielen Zeichen von Freundesliebe und wahrem Mitgefühl. Die mir soviel Trost gegeben haben.“

Im Jahr 2006 kam überraschend aus Amerika ein neuer Quellenschatz ins Valentin-Karlstadt-Musäum: Sehr persönliche Briefe von Liesl Karlstadt an ihre Freundin Norma Lorenzer aus den Jahren von 1935 bis 1953. Diese brachte Norma Lorenzers Tochter Brigitte Eriksson ins Valentin-Karlstadt-Musäum, wenige Jahre vor ihrem Tod. Für den Archivar wie den Historiker beginnt in solchen Momenten das Herz höher zuschlagen. 139 Briefe und Postkarten feinsäuberlich gebündelt und mit einem Band zusammen gehalten, von denen wir bisher nichts wussten. Mit den Worten „Ich übergebe Ihnen hier den Schatz meiner Kindheit“ drückte sie der Direktorin des Musäums, Sabine Rinberger, in einem sehr intimen, anrührenden Moment das Päckchen Briefe in die Hand. Auch darin gibt Liesl Karlstadt nur kleine Einblicke in ihre Seele, dennoch finden sich Hinweise, die so nicht bekannt waren. Das war Anlass für dieses Buch indem die bekannten Ereignisse nochmal mit diesen Briefen gegen gelesen wurden.

Sonderausstellung Liesl Karlstadt: Schwere Jahre 1935 – 1945
vom 24. Oktober 2019 bis 3. März 2020 im Valentin-Karlstadt-Musäum

Zum Erscheinen Buches „Liesl Karlstadt: Schwere Jahre 1935 – 1945“, am 25. September im Kunstmann-Verlag, zeigt das Valentin-Karlstadt-Musäum ab dem 24. Oktober 2019 bis 3. März 2020 die gleichnamige Sonderausstellung.

Sie zeigt Auszüge des bisher unveröffentlichten Briefe von Liesl Karlstadt an ihre Freundin Norma Lorenzer aus der Zeit von 1935 bis 1945. Diese sehr persönlichen Briefe, werden mit der Publikation historisch aufgearbeitet und präsentiert.
Am 6. April 1935 versuchte Liesl Karlstadt sich das Leben zu nehmen. Es folgten schwere Jahre, geprägt von langen Aufenthalten in Kliniken und Rehabilitation, von Gehversuchen und Rückschlägen. Ihre Verzweiflung spiegelt sich in den Briefen aus der Zeit. Valentin konnte sie oft nicht mehr ertragen, aber auch nicht aufgeben. Nach einem erneuten Zusammenbruch im April 1939 und einer darauffolgenden schweren und langwierigen Erkrankung, begann sie sich von ihm zu lösen. 1941 und 1943 erholte sie sich im Gebirge. Auf Wanderungen freundete sie sich mit Soldaten auf der Ehrwalder Alm an und tat als einziger weiblicher „Mulitreiber“ in Uniform auf der Alm Dienst. In der Gemeinschaft mit den Soldaten und im Einklang mit den geliebten Bergen, erholte sie sich von den Strapazen. Das Kriegsende erlebte sie in München.

Ausstellungseröffnung ist am 24.Oktober 2019 um 19:00 Uhr im Sonderausstellungsraum, Valentin-Karlstadt-Musäum.

Und gleich zum Vormerken: Am 17. November 2019 um 19.00 Uhr findet im Turmstüberl eine Lesung mit den Autoren Sabine Rinberger und Andreas Koll statt, mit feiner Musik von Evi Keglmaier.