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Endlich wieder eine Saubanden-Matinée am Sonntag, den 21. November 2021 um 11:01 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde der Saubande,

Nach einem Jahr Pause ist es endlich wieder soweit. Zusammen mit dem grandiosen Kabarettisten Josef Hader und vielen anderen Gästen zaubern wir ein Feuerwerk in das neue Volkstheater. Fröhlich und voller Energie führt die Kabarettistin und Moderatorin Constanze Lindner durch den Vormittag. Macht’s mit. Endlich wieder.

Vorverkauf ab Montag ausschließlich über das Münchner Volkstheater
NEUE ADRESSE: Tumblinger Str. 29

am Kartentelefon (089) 523 46 55
per Email an: kasse@muenchner-volkstheater.de
online auf der Homepage des Volkstheaters
oder persönlich an der Theaterkasse im neuen Münchner Volkstheater, Tumblinger Str. 29 (Mo – Fr 11:00 – 18:00 Uhr und Sa 11:00 – 14:00 Uhr
ab 27.9.2021 auch über den WEBSHOP des Volkstheaters

Karten zu 39,- /35,- / 29,- / 23,- / 15,-  Euro

Ein großes Kartenkontingent wird für die Mitglieder der Saubande zurückgehalten. Jedes Mitglied kann zunächst maximal zwei Karten reservieren bzw. kaufen.

www.muenchner-volkstheater.de

Aktuell gilt die 3G-Regel (Geimpft, Genesen, Getestet) und eine Maskenpflicht auf allen Plätzen.

„Sie san net auf uns angewiesen, aber mir auf Eahna!“ (Karl Valentin)

„Ja unsere weissen Westen“

75 Jahre Gesetz zur Entnazifizierung

Die neue Installation vor dem Isartor konnte mit finanzieller Unterstützung u.a. der Saubande realisiert werden

Die Installation „Ja, unsere weißen Westen!“ – 75 Jahre Gesetz zur Entnazifizierung nach Idee und Konzept von Christian Springer

Vor 75 Jahren wurde das „Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus“ erlassen. Mit dem Gesetz wurde die Entnazifizierung auch wieder in deutsche Hände gegeben. Die dazu eingerichteten Spruchkammern waren Laiengerichte, angewandt auf den gesamten Querschnitt der deutschen Bevölkerung.

Je nach Angaben mussten sie sich anschließend den Spruchkammerverfahren stellen. Falsche Angaben wurden unter Strafe gestellt.  Auch die beliebten Volksschauspieler Weiß Ferdl und Georg „Schorsch“ Blädel wurden befragt und verurteilt. Karl Valentin, dem nonkonformen Künstler und Menschen räumt die Ausstellung einen prominenten Platz ein. Valentin machte aus seiner Abneigung gegen das Regime keinen Hehl, auch wenn er sicher kein Widerstandskämpfer war. Er musste sich keinem Spruchkammerverfahren unterziehen

Hauptschuldig, Mitschuldig oder Unschuldig war für die anderen die Frage. In den 30er Jahren waren sie als Künstler beliebt und verehrt. Dann war das NS-Regime weg, die Stunde Null da. Es drohte das Gericht und sie mussten neue Rollen lernen: Verharmloser, Leugner, Verschweiger, Nichtwisser. „Er lebte nur seiner Kunst“. Diesen Satz hörte man in den Prozessen, denn jeder wollte davonkommen. Und das Publikum wollte auch, dass sie davonkommen.

Die Verfahren galten schnell als Siegerjustiz und konnten nie die gewünschte Gerechtigkeit über das Land bringen, das voller Täter war. Wie reagierten die Bühnenstars in dem Moment, als es galt, Verantwortung für die eigene Vergangenheit zu übernehmen? Die Spruchkammern in München behandelten von 1946 bis 1950 237.000 Fälle. Nur ein kleiner Bruchteil wurde verurteilt, zu hauptschuldig oder belastet oder minderbelastet. Die überwältigende Mehrheit der Angeklagten wurde dieser Gruppe zugerechnet: „Mitläufer“. Die Entnazifizierung war damit erledigt.

Ausschnitt aus dem Persil-Werbefilm „Die weiße Weste“ von 1954

Die weiße Weste“, der Werbefilm der Firma Henkel aus dem Jahr 1954 für ihre Produkt „Persil“ mit den Pinguinen und den weißen Westen, spiegelt den Zeitgeist wieder und ist das Leitmotiv der Installation. Mit Ironie wird hier an das Thema herangegangenen, der satirische Umgang mit diesem Thema beherrscht und ins Zentrum der Werbung gestellt.

(C) Sina Maria Schweikle

Christian Springer, Kabarettist, Autor, sozial engagierter Bürger greift mit der Erinnerung an das Inkraftsetzen des Gesetzes zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus vor 75 Jahren und die daraus resultierenden Laiengerichtsverfahren, einen wichtigen Schritt der Vergangenheitsbewältigung auf. Die westlichen Besatzungsmächte legten diese wieder in die Hände der Deutschen. Dies sollte den fortschreitenden Demokratisierungsprozess vorantreiben, dem Geschichtsbewusstsein und Demokratieverständnis dienen und dieses stärken.

Die Installation ist eine Kooperation der SCHULTERSCHLUSS Initiative Christian Springer mit dem Valentin-Karlstadt-Musäum, unterstützt von der Saubande, Valentin-Karlstadt-Förderverein und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Karl Valentins Filme – Ausstellungseröffnung in Zittau

Die Ausstellung „Karl Valentins Filme“ von Peter Syr findet nach dem Innenhof des Isartors im Jahr 2018 nun auf dem Marktplatz in Zittau einen weiteren wunderbaren Ort, an dem sie vorbeiflanierenden BesucherInnen gezeigt wird.

Blick auf den Zittauer Marktplatz mit der Ausstellung „Karl Valentins Filme“

Patrick Weissig, sehr aktives Mitglied der Saubande und entscheidene Antriebskraft für die Kooperation zwischen dem Valentin-Karlstadt-Musäum , der Saubande und der Stadt Zittau gibt im Folgenden ein stimmungsvolles Bild von der Ausstellungseröffnung:

Mittlerweile hat es sich gut herumgesprochen – Karl Valentins Mutter – Johanna Maria Schatte stammte aus dem sächsischen Zittau. Und dort wird mittlerweile hin und wieder Karl Valentin gedacht. Zurzeit in mit der wunderbaren Ausstellung „Karl Valentins Filme“ von Peter Syr.

Mitten auf dem Marktplatz erfreut sie sich bereits nach wenigen Tagen großer Beliebtheit und lädt zum Stehenbleiben und Schmunzeln ein.

Eröffnet wurde sie am Freitag, den 16.7. – Punkt 19.43 durch Oberbürgermeister Thomas Zenker, sowie Sabine Rinberger. Musikalisch begleitet von einem örtlichen 12-köpfigen-Bläserensemble, welche eigens zwei Stücke „für Karl“ komponiert haben. Anschließend, gegen 21.30h, war es dann endlich dunkel genug die große Kinoleinwand, welche eigens auf dem Marktplatz aufgestellt wurde, mit Valentins  Filmen zu bespielen.

Ein stimmiger Auftakt in die nächsten Ausstellungswochen – bis zum 12. September ist sie nun zu sehen. Garniert mit einem kleinen Rahmenprogramm, welches hier nachgelesen werden kann: https://zittau.de/de/valentin

Wir freuen uns über Ihren Besuch – von nah und fern – herzliche Grüße, Patrick Weißig

Und noch eine schöne Information. Am Dienstag, den 20.7. fand der Valentin/Karlstadt-Filmabend in Mittelherwigsdorf (der Hochzeitskirche von Johanna-Maria Schatte und Valentins Vater ) statt. Die Veranstaltung erfreute sich großer Beliebtheit, neben vielen Valentin-Kennern, waren auch einige Neueinsteiger dabei und hatten viel Freude an Filmen wie der „Der Antennendraht“. „Der verhexte Schweinwerfer“ oder „In der Apotheke“.

Filmabend in der Hochzeitskirche von Valentins Eltern in Mittelherwigsdorf

Nach der Einweihung eines Erinnerungspfades im Oktober 2020 in Zittau folgt nun mit der Ausstellung und ihrem Begleitprogramm ein weiterer Schritt der gemeinsamen Achse zu Karl Valentin zwischen München und Zittau. Und die Kooperation geht weiter – spannende Projekte stehen an.. erste Hinweise auch darauf finden Sie in der Fotogalerie.

"Karl-Valentins-Filme" auf dem Zittauer Marktplatz (c)Rafael-Sampedro

Bild 1 von 18

2. Auflage des Fotobuches „Karl Valentin Bilder Sprache“

Auslieferung am 15.12.2020

Wer hätte das gedacht?
Nach nur 2 Monaten sind die 1.500 Exemplare des Fotobuches von unseren Saubanden-Vorstands-Mitgliedern Herbert Becke und Gunter Fette im Buchhandel vergriffen.

Herr Michael Volk vom Volk-Verlag hat schnell regiert und eine zweite Auflage bei der Druckerei in Auftrag gegeben. Die Auslieferung erfolgt am 15.12. und von daher wird jede(r) Interessierte vor Weihnachten noch ein Exemplar bekommen.

Am besten gleich im Buchhandel reservieren, oder direkt beim Verlag bestellen:
https://volkverlag.de/shop/karl-valentin-bildersprache/

Weitere Infos zu dem „etwas anderen Valentin-Buch“
https://saubande.com/ein-neues-valentin-buch-erscheint/#

Titel: Karl Valentin Bilder – Sprache
ISBN: 978-3-86222-356-5
Volk-Verlag
Ausstattung: Hardcover, 24 x 21 cm, 144 Seiten
Euro 19,90

Karl Valentin meinte bereits vor 100 Jahren zur 2. Auflage des Fotobuches „Bilder – Sprache“:

Meine einzige Unterhaltung war das „Warten“. Zuerst wartete ich langsam, dann immer schneller und schneller