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Magischer Sommerabend der Saubande

am Mittwoch, den 29. Juli 2020

eingebettet in das Programm „Sommer in der Stadt“ im Innenhof des Isartors mit insgesamt vier Abenden und einem Kindernachmittag.

(c) Herbert Becke

Sommer in München – ist dieses Jahr ein besonderer Sommer, der nach Festen im Freien ruft. Und deshalb feiern wir fünf magische Abende im Innenhof des Isartors. Wir freuen uns alle sehr auf ein Wiedersehen mit KünstlerInnen und Publikum. Was drinnen noch nicht möglich ist, geht draußen umso besser. Wir folgen dem Motto unserer aktuellen Sonderausstellung: Musik, Krawall und andere schöne Künste

Das komplette Sommerabendprogramm (Änderungen vorbehalten):

Dienstag: 28. Juli 2020
Wir starten wir mit Musik und Kabarett vom Feinsten.
Mit dabei sind: Helmut A. Binser Im „Hochsommer seines Lebens“ kommt er aus der Oberpfalz ans Isartor. Claudia Pichler mischte, vorgeblich unschuldig, letzten Herbst das Turmstüberl auf. Sven Kemmler kredenzt einen Cocktail von Geschichten, mit dem man auch noch den kleinsten Balkon zur geistigen Südsee geraten lässt. Die „Lose Gruppe“ um Maria Hafner und Florian Burgmayr verzaubert den ganzen Abend mit ihrer schön verschobenen, zart gewagten Musik ganz nach dem Motto: Alois – oder Nichts.
Beginn: 19.00 Uhr
Einlass: ab 18:00 Uhr

Mittwoch: 29. Juli 2020
Der Abend steht im Zeichen der „Saubande“, dem Valentin-Karlstadt-Förderverein.
Bele Turba interpretiert eigen und virtuos seit vielen Jahren die Rollen der Liesl Karlstadt im Valentin-Karlstadt-Theater, neu mit Johann Anzenberger als „Karl Valentin“ an ihrer Seite. Die beiden spinnen den roten Faden durch den Abend mit unterschiedlichen Valentin-Karlstadt-Szenen. Bumillo lässt es rauschen in Deutschlands südlichster oder Italiens nördlichster Stadt. Eva Karl-Faltermeier ausgestattet mit Doppelnamen, Humor (das schließt sich nicht aus) und bestem Kabarett. Maria Peschek, frischgebackene Preisträgerin des Schwabinger Kunstpreises und Saubandenvorstandsmitglied der „ersten Stunde“ mit ihrem großartigen Partner im Leben wie auf der Bühne Helmut Dauner.
Christian Springer Weihnachten is! Quasi! Denn es geht wieder los. Der Meister aller Kabarettklassen ist immer auf der richtigen Seite und zum Glück auch auf unserer.
Beginn: 19.00 Uhr
Einlass: ab 18:00 Uhr

Donnerstag: 30. Juli 2020
„Musik, Krawall und andere Schöne Künste“, so lautet die aktuelle Sonderausstellung und das Motto des Abends. Es krawallen mit:
Sasebo, eine wilde Combo, Bayerisch-Japanisch-Anarchisch . Coconami, Sängerin Nami und Komponist Miyaji folgen japanisch, international, bayerisch, fein und feinsinnig. Evi Keglmaier, begleitet von Greulix Schrank hat schönste „Lieder aus Gründen“. So heißt ihr hochgelobtes Debütalbum. Gudrun Mittermeier zaubert Lieder aus dem neuen Album „Seeheim“ das Ende Mai im Trikont-Verlag erschienen ist. Die Hochzeitskapelle spielt furios in den Abend hinein und beendet ihn … irgendwann dann (spätestens um 22:00 Uhr)
Beginn: 18.00 Uhr (!)
Einlass: ab 17:00 Uhr

Freitag: 31. Juli 2020: Kinderprogramm
Endlich Ferien und endlich wieder Bayerische Märchen, Insektenkrimis und Café Unterzucker.
Von und mit Stefan Murr und Heinz-Josef Braun
15:00 – 16:00 Uhr: Die Bayerischen Bremer Stadtmusikanten
17:00 -18:00 Uhr: Käfer Mary und Graf Bremsula – zusammen mit Johanna Bittenbinder
Ab 18.30 Uhr: Café Unterzucker – Musik für humorbegabte Familien mit Tobi Weber, Toni Gruber, Richard Oehmann

Samstag: 1. August 2020
Musik und Krawall- niemals genug! Eine dringende Empfehlung ans Isartor zu kommen. Honkytonk Movement bewegt sich wieder – und wie! The Grexit sind noch nicht ausgetreten, sondern spielen eine zwingend vorgetragene Mixtur aus Punk-Blues, Rembetiko & Noise. Griechenland in Isar-Athen. Das Lunsentrio, Hank in der Beek und Nick McCarthy machen diesmal als Duo endlich Hanks Dichtkunst verständlich. Maxi Pongratz pendelt zwischen Obergiesing und Oberammergau und heute solo runter ans Isartor. Lovebrain and Diskotäschchen (eigentlich „Lovebrain´s Rose of Agra, Stringlane and Diskotäschchen, Mount Blakelock und die Orden der Nacht, supported by 85/86 CC, unspoken Space at Kreuz Giesing“) um Mathias Götz lässt die fünf magischen Sommerabende mit einer Mischung aus Horror-Filmmusik-Versatzstücken undtrunkenem New-Orleans-Jazz ausklingen.
Beginn: 18.00 Uhr (!)
Einlass: ab17:00 Uhr

Eintritt pro Abend: 5 Euro/Person

Für das Kinderprogramm am 31.7. 3 Euro/Person und Veranstaltung

Wegen der geltenden Gesundheitregeln ist eine Kartenreservierung ausschließlich über München Ticket (online) oder telefonisch unter: 089 54 81 81 81 (Mo – Fr: 10:00 – 17:00 Uhr) möglich

Neue Sonderausstellung: „Musik, Krawall und andere schöne Künste“

Endlich ist es soweit! Das Valentin-Karlstadt-Musäum ist offen mit neuer Sonderausstellung

München, das Zentrum von kritischen Klängen und traditionsbewusster Weltläufigkeit? Volksmusik nach dem 2. Weltkrieg schien ja hierzulande lange Zeit eine Sache fernsehtauglich domestizierter Stubenmusik zu sein, während radiokompatibles deutsches Schlagertum oder anglo-amerikanischer Mainstream das Radio bevölkerten.

Die Wiederaneignung eher widerspenstiger volksmusikalischer Traditionen, die Begegnung mit geistesverwandter Weltmusik und die Lust am Überschreiten von Genregrenzen hat in unserem Großstadtdorf musikalische Entwicklungen in Gang gesetzt, die sich sperrig dem Mainstream in den Weg legen.So lautet das Motto des Münchner Labels Trikont „Our own Voice – Unsere eigene Stimme“, das an vielen dieser Entwicklungen maßgeblich beteiligt war und ist. Bis heute bietet der Output von Independent-Labels Inspiration und Ermutigung für Musiker und Hörer gleichermaßen.

Wo ist Zuhause, Mama
Auf der großen Straße
Wo ist Zuhause, Papa
Vielleicht hier auf dieser Straße ….
(Jonny Cash)

Handsigniertes Plakat – Leihgabe des Trikont Verlags –
Von 1995-98 erschienen die ersten drei Folgen der Reihe „Perlen deutschsprachiger Popmusik“ im Trikont Verlag. „Wo ist zuhause Mama“, „Nicht zuhause Mama“ und „Zur Hölle Mama“.

Die Ausstellung widmet sich einigen dieser Inspirationsquellen, zeigt Entwicklungslinien und belegt Einflüsse, die bis in die Zukunft reichen. Dabei lassen wir den Kontext nicht außer Acht, zeigen Schlaglichter auf die Münchner Szenen der 60er bis 90er Jahre, erinnern an verschwundene wie aktuelle lokale Plattenlabels und werfen gelegentlich einen Blick auf den jeweiligen Zeitgeist.
Kurator: Kalle Aldis Laar

Wer hat diese Platten selbst zu Hause? Viel Spaß beim Schmökern im Musäum

Lust auf eine kleine Zeitreise?