Valentin und sein Freund Greiner gingen in der Ohlmüllerstraße ums Eck zum Mariahilfplatz, wo ein alter Eisenhändler hinter einem eisernen Zaun sein verrostetes Blech und Eisengerümpel aufgestapelt hatte. Valentin spähte hinein. Er hörte den Eisenhändler im Häusl im Zimmer herumkruschten. „Dem häng ma sei Zauntürl aus und stell mas auf sei Wag.“ Gesagt getan. Der Eisenhändler erschien. „Was machts denn ös, fragte er.“ „A alts Eisen verkafa (verkaufen)„, sagte Valentin. „So arostigs Glump kaf i net gern, außer i muaß Euch fürn Rost was abziagn. Dem Gwicht nach sinds 1 Mark 20. Da Rost wegga dann kriagns no 80 Pfennig.“ Da sagte Valentin: „A Markl is gwieß net z‘ teuer. Sonst tragn ma’s wo anders hin“. „Nu damit’s a Ruah gebt’s, da habt’s a Markl und verschwinds.“ Als wir Zwei eine halbe Stunde später wieder vorbeigingen, stand der Eisenhändler schon heraus, zog höflich den Hut. „Meine Herrn, dös geht a, das mir so was passiern ko. Hab i des Haus scho zwanzig Jahr und kaf (kauf) mei eigens Gartentürl und ziag an Rost a no ab. S’nächstemal stell ma halt mein Häusl zamt da Tür auf d’Wag und verkaff ma’s wieder, dann könnts d’Wanz’n glei abziagn.“
WeiterlesenKategorie: Spurensuche
Neue Wege für das Valentin-Karlstadt-Musäum

In der Vollversammlung vom 26. Juli 2017 beschloss der Münchner Stadtrat, dass das Valentin-Karlstadt-Musäum zum 01.01.2018 ein städtischer Betrieb wird. Damit geht das Valentin-Karlstadt-Musäum dorthin, wo es eigentlich schon immer hingehört, nämlich in die Hände der Münchner Stadtgesellschaft.
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