Monat: Februar 2018

Liesl Karlstadt: Schwere Jahre 1935 – 1945

Sonderausstellung im Musäum – verlängert bis 10. April 2018

Am 6. April 1935 versuchte Liesl Karlstadt sich das Leben zu nehmen. Es folgten schwere Jahre, geprägt von langen Aufenthalten in Kliniken und Rehabilitation, von Gehversuchen und Rückschlägen. Ihre Verzweiflung spiegelt sich in Briefen aus der Zeit. Valentin konnte sie oft nicht mehr ertragen, aber auch nicht aufgeben.

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Karl Valentin und sein Freund Ludwig Greiner

Valentin und sein Freund Greiner gingen in der Ohlmüllerstraße ums Eck zum Mariahilfplatz, wo ein alter Eisenhändler hinter einem eisernen Zaun sein verrostetes Blech und Eisengerümpel aufgestapelt hatte. Valentin spähte hinein. Er hörte den Eisenhändler im Häusl im Zimmer herumkruschten. „Dem häng ma sei Zauntürl aus und stell mas auf sei Wag.“ Gesagt getan. Der Eisenhändler erschien. „Was machts denn ös, fragte er.“ „A alts Eisen verkafa (verkaufen)„, sagte Valentin. „So arostigs Glump kaf i net gern, außer i muaß Euch fürn Rost was abziagn.  Dem Gwicht nach sinds 1 Mark 20.  Da Rost wegga dann  kriagns no 80 Pfennig.“ Da sagte Valentin: „A Markl is gwieß net z‘ teuer. Sonst tragn ma’s wo anders hin“. „Nu damit’s a Ruah gebt’s, da habt’s a Markl und verschwinds.“ Als wir Zwei eine halbe Stunde später wieder vorbeigingen, stand der Eisenhändler schon heraus, zog höflich den Hut. „Meine Herrn, dös geht a, das mir so was passiern ko. Hab i des Haus scho zwanzig Jahr und kaf (kauf) mei eigens Gartentürl und ziag an Rost a no ab. S’nächstemal stell ma halt mein Häusl zamt da Tür auf d’Wag und verkaff ma’s wieder, dann könnts d’Wanz’n glei abziagn.“

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